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<channel><title><![CDATA[MIRJAM JAUSLIN - Logoblog]]></title><link><![CDATA[https://www.jauslin.ch/logoblog]]></link><description><![CDATA[Logoblog]]></description><pubDate>Thu, 06 Nov 2025 16:50:40 +0100</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Fehleinschätzung]]></title><link><![CDATA[https://www.jauslin.ch/logoblog/fehleinschaetzung]]></link><comments><![CDATA[https://www.jauslin.ch/logoblog/fehleinschaetzung#comments]]></comments><pubDate>Mon, 20 Oct 2025 16:44:48 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.jauslin.ch/logoblog/fehleinschaetzung</guid><description><![CDATA[Haben Sie auch schon einmal so richtig danebengelegen? In unseren Ferien sind mein Mann und ich auf eine der grossen Irrt&uuml;mer der Wissenschaft gestossen. Wir haben eine Reise in die Steinzeit unternommen und ber&uuml;hmte H&ouml;hlenmalereien bewundert &ndash; unter anderem in der nordspanischen H&ouml;hle von Altamira.         Diese H&ouml;hle wurde 1868 entdeckt. Als der Naturforscher Marcelino Sanz de Sautuola sie besuchte, hatte er seine f&uuml;nfj&auml;hrige Tochter Maria dabei. W&auml [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Haben Sie auch schon einmal so richtig danebengelegen? In unseren Ferien sind mein Mann und ich auf eine der grossen Irrt&uuml;mer der Wissenschaft gestossen. Wir haben eine Reise in die Steinzeit unternommen und ber&uuml;hmte H&ouml;hlenmalereien bewundert &ndash; unter anderem in der nordspanischen H&ouml;hle von Altamira.</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.jauslin.ch/uploads/1/2/0/4/120494224/altamira-hoehle-wird-wieder-fuer-besucher-geoeffnet-41-50698469_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Diese H&ouml;hle wurde 1868 entdeckt. Als der Naturforscher Marcelino Sanz de Sautuola sie besuchte, hatte er seine f&uuml;nfj&auml;hrige Tochter Maria dabei. W&auml;hrend der Vater auf den Boden schaute, blickte Maria nach oben &ndash; und entdeckte eine Sensation: wundersch&ouml;ne Bisons in leuchtenden roten Farben.<br />Marcelino kam zu dem Schluss, dass diese Malereien urgeschichtlich sind. Doch die Fachwelt reagierte skeptisch. Ein renommierter Pr&auml;historiker bezeichnete die Malereien als &bdquo;vulg&auml;ren Streich eines Schmierers&ldquo;. Er weigerte sich sogar, sie vor Ort anzusehen. Der Gedanke, dass &bdquo;primitive&ldquo; Steinzeitmenschen zu solch grossartiger Kunst f&auml;hig sind, galt als unvorstellbar.<br />Erst Jahre sp&auml;ter gestanden die Experten ihre Fehleinsch&auml;tzung ein. Heute wissen wir: Die Malereien sind rund 18.000 Jahre alt.<br />Gl&uuml;cklicherweise erlitten die Menschen aus der Steinzeit keinen Schaden dadurch, dass&nbsp; die Wissenschaftler ihnen ihr K&ouml;nnen nicht zutrauten. Schwerwiegender ist es, wenn wir heute Menschen ihr Potential absprechen. Oder wenn wir es zulassen, dass uns Vorurteile und Fehleinsch&auml;tzungen t&auml;uschen und wir die F&auml;higkeiten unseres Gegen&uuml;bers nicht erkennen. Wie viele Leben werden durch Aussagen wie &laquo;das ist nichts f&uuml;r dich&raquo; oder &laquo;das kannst du nicht&raquo; ausgebremst!<br />Machen wir es wie die kleine Maria: Schauen wir unsere Mitmenschen an mit einem unvoreingenommenen Blick und entdecken eine Welt voller &Uuml;berraschungen.<br></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Giraffensprache]]></title><link><![CDATA[https://www.jauslin.ch/logoblog/giraffensprache]]></link><comments><![CDATA[https://www.jauslin.ch/logoblog/giraffensprache#comments]]></comments><pubDate>Wed, 27 Aug 2025 17:01:51 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.jauslin.ch/logoblog/giraffensprache</guid><description><![CDATA[       &laquo;Wir drehten uns im Kreis&raquo;, erz&auml;hlt mir Dario. Er ist Schulsozialarbeiter an der Primarschule Laufen. Als er dort startete, traf er auf grosse Herausforderungen: Beengte R&auml;ume, eine laute Umgebung und viele Kinder mit schwierigem Verhalten. &laquo;Nach einer gewissen Zeit merkten wir, was fehlt: Eine gemeinsame, l&ouml;sungsorientierte Kultur.&raquo;&nbsp;&#8203;In der Fachgruppe aller Schulsozialarbeitenden der Stiftung Jugendsozialwerk wurde Dario f&uuml;ndig. Er l [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.jauslin.ch/uploads/1/2/0/4/120494224/masai-giraffe-7235505-1280_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><span><span>&laquo;Wir drehten</span><span> uns</span><span> im Kreis&raquo;, </span><span>erz&auml;hlt mir</span><span> Dario. </span><span>Er</span><span> </span><span>ist Schulsozialarbeiter</span><span> </span><span>an der Primarschule </span><span>Laufen</span><span>. Als er dort</span><span> startete, </span><span>traf er</span><span> auf grosse Herausforderungen: Beengte R&auml;ume, eine laute Umgebung und viele Kinder mit schwierigem Verhalten.</span><span> </span><span>&laquo;</span><span>Nach</span><span> einer gewissen Zeit merkten wir, was fehlt: Eine gemeinsame, l&ouml;sungsorientierte Kultur.&raquo;</span></span><span>&nbsp;</span><span><span><br />&#8203;In der Fachgruppe aller Schulsozialarbeitenden der Stiftung Jugendsozialwerk wurde Dario</span><span> f&uuml;ndig. </span><span>Er lernte die</span><span> &laquo;Giraffensprache&raquo;</span><span> kennen</span><span>, ein </span><span>Modell aus der &laquo;Gewaltfreien Kommunikation&raquo;</span><span>. </span><span>Die Giraffe </span><span>hat ein grosses Herz mit viel Platz f&uuml;r Gef&uuml;hle und Empathie und einen langen Hals f&uuml;r Weitsicht. </span><span>Das Modell</span><span> </span><span>ist in vier Schritten aufgebaut</span><span>:<br /></span></span><br /><span></span><ul><li><span><span></span></span>Beobachtung: Was ist passiert? &nbsp;</li><li>Gef&uuml;hl: Wie geht es dir dabei? </li><li>Bed&uuml;rfnis: Was brauchst du? </li><li>Bitte: Was w&uuml;nschst du dir vom Gegen&uuml;ber?&nbsp;<span><span></span></span><span><span></span></span><br /></li></ul><span><span></span></span><br /><span><span>Am Schluss sollen alle Kinder die Bitte des Gegen&uuml;bers anh&ouml;ren und dann gemeinsam eine L&ouml;sung finden.</span></span><span>&nbsp;</span><span><span><br /></span></span><span><span>Dario und seine Kollegin </span><span>organisierten Work</span><span>shops f&uuml;r alle Klassen.</span><span> &laquo;Die Kinder </span><span>erhalten</span><span> </span><span>ein Werkzeug, das ihnen hilft, anders mit Konflikten umzugehen</span><span>&raquo;, erkl&auml;rt Dario.</span><span> </span><span>Erste Erfolge zeigen sich bereits</span><span>: </span><span>&laquo;Kinder kommen zu uns und erz&auml;hlen, dass sie Konflikte in der Klasse mit der Giraffensprache gel&ouml;st haben</span><span>!&raquo;</span></span><span>&nbsp;<br /></span><span><span>Wie einfach es sein kann</span><span>, Konflikte auf friedlichem Weg zu l&ouml;sen. Die Kinder der Primarschule Laufen haben das gecheckt. </span><span>Ob unsere Politiker und die M&auml;chtigen dieser Welt das auch so gut umsetzen k&ouml;nnen und wollen? </span><span>Ein erster Schritt ist, dass wir </span><span>selbst die Giraffensprache lernen und sprechen &ndash; mit grossem Herz und Weitsicht.</span></span><span>&nbsp;</span><br /><span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Staunen]]></title><link><![CDATA[https://www.jauslin.ch/logoblog/staunen]]></link><comments><![CDATA[https://www.jauslin.ch/logoblog/staunen#comments]]></comments><pubDate>Wed, 09 Jul 2025 20:18:06 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.jauslin.ch/logoblog/staunen</guid><description><![CDATA[       Eines der sch&ouml;nsten Angebote meines Arbeitgebers Jugendsozialwerk (www.jsw.swiss) sind unsere Ferienp&auml;sse. Sie finden jeweils in den Sommerferien statt und bieten eine riesige Auswahl an Kursen. Die Kinder lernen Instrumente bauen, backen Brot, setzen einen Solarroboter zusammen, programmieren eine Stickmaschine und schiessen Tore mit dem Velo.&nbsp;Wenn ich aus den &uuml;ber 600 Kursen einen ausw&auml;hlen m&uuml;sste, w&uuml;sste ich sofort, welchen: &laquo;Mir tschiengge ins  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.jauslin.ch/uploads/1/2/0/4/120494224/published/poppy-6309124-1280.jpg?1752092745" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><span>Eines der sch&ouml;nsten Angebote meines Arbeitgebers Jugendsozialwerk (<a href="https://www.jsw.swiss" target="_blank">www.jsw.swiss</a>) sind unsere Ferienp&auml;sse. Sie finden jeweils in den Sommerferien statt und bieten eine riesige Auswahl an Kursen. Die Kinder lernen Instrumente bauen, backen Brot, setzen einen Solarroboter zusammen, programmieren eine Stickmaschine und schiessen Tore mit dem Velo.</span><span>&nbsp;</span><br /><span><span>Wenn ich aus </span><span>den &uuml;ber 600</span><span> Kursen einen ausw&auml;hlen m&uuml;sste, w&uuml;sste ich sofort, welchen: &laquo;Mir </span><span style="color:var(--clrSquiggleHighlightTextColor,#000000)">tschiengge</span><span> ins </span><span>Blaui</span><span>&raquo;. </span><span>Die </span><span>Kursleiterin </span><span>Magdalena Franc-Massini </span><span>nimmt die Kinder mit auf eine Wanderung durch Feld und Wald. </span><span>Sie </span><span>spr&uuml;ht nur so </span><span>von Wissen und Begeisterung. Gemeinsam entdecken sie, was da alles kreucht und fleucht. Highlight ist ein</span><span> Tierbau mit </span><span>sechs</span><span> Eing&auml;ngen. </span><span>Ich verrate</span><span> hier</span><span> </span><span>nat&uuml;rlich nicht</span><span>, wer drin wohnt.</span></span><span>&nbsp;</span><br /><span><span>Was </span><span>ist es, was mich</span><span> </span><span>ausgerechnet </span><span>an </span><span>diese</span><span>m</span><span> Kurs</span><span> so </span><span>fasziniert? </span><span>Es ist diese </span><span>neugierige, unbeschwerte Art,</span><span> die Welt zu entdecken. Und zwar nicht die grosse weite Welt, sondern die kleine, nicht minder weite Welt vor unserer Haust&uuml;r</span><span>. </span><span>Die Krabbeltierchen, Spinnen, Wanzen und K&auml;fer, die </span><span>fabelhafte </span><span>Welt der Insekten</span><span> (haben Sie gewusst, dass es eine Wildbiene gibt, die ihre Erdh&ouml;hle mit Mohnbl&auml;tter</span><span>n</span><span> tapeziert?)</span><span>, und nat&uuml;rlich auch die gr&ouml;sseren Tiere vom Rotkehlchen bis </span><span>zum</span><span> </span><span>Fuchs. Wunder &uuml;ber Wunder.</span><span> </span><span>Die Kinder lernen das</span><span> Staunen am scheinbar </span><span>G</span><span>ew&ouml;hnlichen</span><span> und werden so zu Wissenden.&nbsp;</span></span><span>&nbsp;</span><br /><span><span>&laquo;Das </span><span>Staunen ist </span><span>der Anfang der Erkenntnis&raquo;, </span><span>sagte der</span><span> griechische Philosoph Platon</span><span>. Wer erkennt, wie unsere Natur funktionier</span><span>t und</span><span> weiss, </span><span>wie filigran die Zusammenh&auml;nge zwischen Boden, Pflanzen, Klima, Tieren und Mensch sind, wird diese Welt achten und lieben. Davon bin ich &uuml;berzeugt. Wie w&auml;r</span><span>e e</span><span>s also mit einem &laquo;</span><span>Tschiengg</span><span> ins </span><span>Blau</span><span>i</span><span>&raquo; am n&auml;chsten </span><span>Sonntag?</span></span><span>&nbsp;<br /><br /><font size="2">(Der Text erschien als Kolumne im Magazin Idea Schweiz)</font></span><br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>